Kragarmtreppe

Kragarmtreppen sind Treppen die auf das Nötigste reduziert worden sind und zwar die Stufen! Hierbei handelt es sich um eine relativ moderne Konstruktion. Der Begriff leitet sich vom Kragarm ab damit ist ein einseitig eingespanntes Bauteil gemeint wo frei auskragt. Der Arbeitsablauf ist dahingehend das zuallererst eine Metallkonstruktion an der Wand befestigt wird dies geschieht am besten schon im Rohbau da die unter Konstruktion dann behelfsmäßig mit stufen belegt werden kann und als Bautreppe dient. Die Stufen selbst der Kragarmtreppe werden erst zum ende der Bauphase montiert sie werden über die Metallkonstruktion über geschoben und verschraubt oder verklebt.

Kragarmtreppe Befestigung in Beton

Die Befestigung an der Wand ist hier von entscheidender Bedeutung und ist Statisch recht anspruchsvoll es muss gewährleistet werden das alle anfallenden lasten auf das Mauerwerk abgeleitet werden können. Die Befestigung der Stufen findet Ideallerweise schon im Rohbau statt. Hier ist es am vorteilhaftesten wenn schon während der Planung des Gebäudes die Wand wo die Stufen befestigt werden sollen in Beton ausgeführt wird. Der Beton sollte hierbei eine Betonklasse von mindestens B25 (C20/25) haben. Die Wandstärke der Betonwand zur Befestigung der Stufen sollte bei mindestens 17,5 cm liegen. Unter solchen Bedingungen können relativ kleine Ankerplatten verwendet werden die Später von den Stufen komplett abgedeckt werden. Als Befestigung der Metall Unterkonstruktion können in diesem Anwendungsfall gängige Befestigungsmittel für Beton verwendet werden wie Schwerlastanker, Betonschrauben oder Verbundanker (Injektionsanker). In diesem anwendungsfall können wir ihnen eine Unterkonstruktion inklusive Befestigung anbieten wo eine ETA (Europäische Technische Bewertung) des DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik) besitzt.

Befestigung in Mauerwerk

Die Befestigung in einer Bestehenden Ziegelwand ist möglich aber wesentlich aufwändiger. Hier ist das Befestigungsmittel der Wahl der Verbundanker damit werden Siebhülsen mit Innengewindehülsen in den Ziegelstein eingeklebt. Wenn der Injektionsmörtel vollständig ausgehärtet ist wird die Metall Unterkonstruktion mit Maschinenschrauben in den innengewindehülsen befestigt und mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen. Die Ankerplatte muss hierbei wesentlich größer ausgeführt werden als dies bei einer Betonwand der fall ist um einerseits die Kräfte auf das Mauerwerk ableiten zu können und anderseits benötigen die Verbundanker einen Mindestabstand zueinander der in der jeweiligen Technischen Zulassung festgelegt ist. Bedingt durch diese großen Ankerplatten müssen diese nach der Montage eingeputzt werden oder mit Trockenbau verkleidet werden sie mit den stufen zu verdecken ist nicht möglich. Des weiteren ist ein einschlitzen der Wand für jede Metallplatte erforderlich. Bedingt durch die Größe der Ankerplatte um eine ausreichende Steifigkeit zu erreichen. Besitzt jede Platte auf der Rückseite eine zusätzliche Verstrebung.

Kragarmtreppe Konstruktion

Die Unterkonstruktion ist bei dieser Bauweise das entscheidende Bauteil. Sie wird vorzugsweise aus Metall ausgeführt. Zur Befestigung an der Wand dient eine Ankerplatte für jede Stufe mit einer Stärke von 10-20mm. Die Fläche der Ankerplatte ist abhängig von dem gewählten Befestigungsmitteln und den Eigenschaften der Wand. Die Größe der Ankerplatte wird berechnet über die Anzahl der Befestigungsmittel hier ist ein Mindestabstand gefordert zwischen den Befestigungsmitteln und auch anderen Bauteilen. Diese abstände findet man in der jeweiligen Zulassung des Befestigungsmittels. Die Anzahl der Befestigungsmittel wird über die einwirkenden Kräfte berechnet. Bei Wohngebäuden wird nach DIN EN 1991 eine Einzellast von 2 kN angenommen. Diese Einzellast wird an einer denkbar ungünstigen stelle angesetzt was bei einer Kragarmtreppe die äußerste Stufenkante ist. Darüber lässt sich dann die Mindestanzahl der Befestigungspunkte berechnen. Bei einer Betonwand können die Platten klein genug ausgeführt werden das sie von den Stufen komplett abgedeckt werden.

Die Stufen Auflager werden in der Regel an die Ankerplatte angeschweißt. Hier müssen die Querschnitte der Rohre so bemessen werden das bei einer Belastung von 2 kN die Unterkonstruktion nicht mehr als 3/100 der Stufen Spannweite nachgibt. Die Schweißnähte müssen hier auch einen mindestquerschnitt auf weißen um der Belastung stand zu halten.

Materialien für eine Kragarmtreppe

Als Stufenbelag gibt es recht viele Möglichkeiten im Privaten Bereich sind eher Holzbeläge gefragt. Im gewerblichen sind Stein, Glas oder Metall stufen möglich. Als Holzstufe sind alle gängigen Hölzer Möglich. Kragarmstufen können wenn sie aus Holz gefertigt werden entweder als Blockverleimte Stufe ausgeführt werden oder als Rahmenverleimte. Die Stufen komplett Massiv und Blockverleimt herzustellen ist die aufwändigere Variante. Hierbei müssen die Stufen entsprechend ausgefräst werden um Platz für die Unterkonstruktion zu bieten. Alternativ ist es möglich einen Korpus zu fertigen der über die Unterkonstruktion über geschoben wird. Dies wäre die günstigere variante wo dennoch optisch sehr ansprechend ist.

Die Holzstufen Selber können als Oberfläche Lackiert oder Geölt werden. Das ist abhängig davon was man für Anforderungen an die Treppe stellt hinsichtlich Haltbarkeit, Rutschfestigkeit, Nachhaltigkeit und Optischem Erscheinungsbild. Dazu sind noch andere Materialien als Stufen möglich wie Vinyl, Laminat oder Mineralwerkstoff.

Geländer

Hier bietet die Treppe einen großen gestaltungsspielraum. Es ist möglich die Treppe ohne Geländer auszuführen dadurch kommen die Stufen sehr gut zur Geltung. Diese Ausführung sollte man aber mit bedacht wählen da die Unfallgefahr hierbei nicht zu unterschätzen ist. Was sehr gut zur Kragarmtreppe passt sind Raum hohe Glasscheiben sie sorgen für die nötige Sicherheit ohne das Gesamtbild der Treppe zu Stören. Des weiteren besteht die Möglichkeit die Glasscheiben direkt an die Stufen mit Glashaltern anzubringen.

Kragarmtreppe mit Glasgeländer Ausführung mit Edelstahl Punkthaltern